Rückblick / Konferenz Digital 2020

Konferenz Digital 2020

EGNO und Stadtwerke Norderstedt initiieren erste virtuelle Konferenz zum Umgang Norderstedter Unternehmen mit der Pandemie.

 

Wie gelingt Kommunikation in Zeiten des Home Office? Was sind Vor- und Nachteile des Digitalisierungsschubs? Und wie blicken Norderstedter Unternehmer:innen ins Jahr 2021? Diese und weitere Fragen haben die 25 Teilnehmer:innen der einstündigen Online-Konferenz am Dienstag unter Moderation von NDR-Journalistin Juliane Möcklinghoff diskutiert. Das Format soll im kommenden Jahr fortgeführt werden.

Die Krise als Chance nutzen – so der Tenor aller Teilnehmenden der ersten Konferenz digital des Norderstedter Zukunftsdialogs. Die meisten seien recht gut durch das Jahr der Corona-Pandemie gekommen, wenn auch je nach Branche weiterhin mit vielen Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten umzugehen sei. „Irgendwann macht das digitale Arbeiten keinen Spaß mehr. Es fehlt die persönliche Begegnung.“ „Menschen brauchen immer Menschen. Wenn diese plötzlich nicht mehr wie bisher arbeiten können, geraten Bereiche ins Wanken, die vorher stabil liefen.“ „Wir haben bei unseren Mitarbeitenden gemerkt, wie stark das Bedürfnis nach Kommunikation und Sicherheit ist. Wir haben deutlich mehr und intensiver kommuniziert.“ „Wir sind dankbar, dass wir arbeiten dürfen und können.“ Diese und ähnliche Aussagen waren zu hören.

Nicht immer herrschte Einigkeit zu den Themen, beispielsweise ob Home Office wirklich ein Mehrwert fürs Unternehmen ist. In Produktionsbetrieben sei dieses Modell ohnehin nicht zu realisieren. Immerhin sind bei den 25 teilnehmenden Unternehmen im Durchschnitt ein Drittel der Mitarbeiter:innen derzeit im Home Office. Die räumliche Distanz verändere das Arbeiten, auch Teamstrukturen, so dass sich die Unternehmensorganisation den neuen Rahmenbedingungen anpassen müsse. Die Herausforderungen der Pandemie wurden von den Teilnehmer:innen durchweg als Impuls für Veränderung und Wandel bewertet, der Digitalisierungsschub als wichtigen Schritt beurteilt, auch um neue Gepflogenheiten wie das virtuelle Bewerbungsgespräch zu erproben. So insgesamt positiv der Rückblick ausfiel, so abwartend war die Vorausschau der Teilnehmer:innen: 60 Prozent waren der Meinung, dass die Bewältigung der Pandemie nicht das Ende der Krise bedeuten werde und die wirtschaftlichen Auswirkungen erst im kommenden Jahr deutlich zu spüren sein werden.

 

Dialog in „Corona-Zeiten“ besonders wichtig

Worüber sich alle einige waren: Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, miteinander zu sprechen. „Resilienz bei Unternehmen zu fördern, bedeutet auch, sich eng auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig vor Ort zu unterstützen. Das verstehen wir als Teil unserer Aufgabe als Wirtschaftsförderer für den Standort Norderstedt“, so EGNO-Geschäftsführer Marc-Mario Bertermann. Der Norderstedter Zukunftsdialog, der im August mit einem Live-Stream zum Megatrend Digitalisierung mit über 80 teilnehmenden Unternehmen startete, will Norderstedter Akteur:innen zu Zukunftsthemen an einen Tisch bringen, Synergien schaffen, Kooperationen fördern und sich für nachhaltiges Handeln im gesamtstädtischen Kontext einsetzen. „Die Pandemie zeigt uns, wie wichtig ein verantwortungsvolles Handeln von Politik, Wirtschaft und jeder bzw. jedem einzelnen von uns ist. Die Idee zum Norderstedter Zukunftsdialog entstand bei uns schon vor der ‚Corona-Zeit‘. Wir wissen jetzt, wie gut und wichtig es war, diese Idee gemeinsam mit lokalen Partnern für eine nachhaltige Standort- und Stadtentwicklung zu verfolgen“, berichtet Stadtwerke-Leiter Jens Seedorff.

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Ein Blick hinter die Kulissen

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Livestream 2020: Wie digital werden wir?

Die vergangenen Monate haben mehr denn je gezeigt, dass Digitalisierung nicht allein die Automatisierung von Arbeitsprozessen oder die Übertragung bestehender Strukturen in digitale Räume bedeutet. Unter dem Eindruck von Home Office, digitalen Konferenzen und virtuellen Veranstaltungen fragten wir, wie digital wir werden müssen, sollten und können. Dazu haben sich unsere Expert:innen Prof. Henning Vöpel, Theo Weirich und Bernd Mähnss unter Moderation von Susanne Stichler im Rahmen der 1. Ausgabe des Norderstedter Zukunftsdialoges ausgetauscht und versucht, Antworten zu finden.

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